Donnerstag, 27. Oktober 2011

See yaa later, Australia!

Hey ihr Lieben,

die Zeit in Australien geht so langsam zu Ende... schon morgen Nacht steigen wir in den Flieger nach Myanmar.

Nach dem erfolgreichen Rugbyspiel sind wir nach Monkey Mia gefahren. Dort wurden wilde Delphine am Strand gefüttert, was schön war aber nicht an das Schwimmen mit ihnen herankam. Umso mehr hat uns die Aboriginie-Tour am Abend gefallen. Capes, ein Aboriginie, hat uns am Lagerfeuer ihr Leben und ihre Kultur näher gebracht. Es ist so beeindruckend, welches Wissen sie über die Natur haben. Das Didgeridoospiel an einem ihrer heiligen Orte hat den Abend perfekt abgerundet. @Stefan und David: Capes hat das Flirten aufgegeben! ;)

Am Folgetag sind wir zum Kalbarri Nationalpark gefahren. Leider hat es dort die ganze Zeit geschüttet, woraufhin wir uns ein paar Lookouts gespart haben. Man muss wohl nach Australien reisen, um zu merken, dass hier nicht immer nur die Sonne scheint. :) Abends wurden wir dafür mit einem schönen Regenbogen belohnt.

Heute haben wir uns die Pinnacles angeschaut: bis zu 4 Meter hohe Kalksteinablagerungen mitten in der Wüste (siehe Foto). An sich ist das sehr beeindruckend, aber nach unseren ganzen Naturerlebnissen sind wir ein wenig verwöhnt... und daher nicht mehr so geflasht wie am Anfang.

Insgesamt hat es uns gut getan, die letzten Tage ein wenig ruhiger zu machen und uns bei allem mehr Zeit zu lassen.

Der Abschied von Australien fällt uns nicht so schwer wie von Neuseeland. Es ist ein wunderschöner beeindruckender Kontinent, anders als wir ihn uns vorgestellt haben. Die Distanzen zwischen den Orten sind teilweise riesig und mit langen Autofahrten verbunden. Wir freuen uns drauf, in Myanmar kein Auto fahren zu müssen und länger an einem Ort verweilen zu können. Auch sind wir sehr gespannt auf die Kultur und wie es mit der Verständigung klappt!

Wir sind zwar weit weg von Euch, denken aber auch oft an Zuhause, wie es Euch geht und was ihr so treibt! Daher: Lasst was von Euch hören!!!

Schön dass es Euch gibt!
Eure Reisebären

Sonntag, 23. Oktober 2011

ALL BLACKS!

Hey ihr Lieben,

haben gerade das totdramatische Rugby-Finale zwischen Frankreich und Neuseeland (All Blacks) gesehen. Sie haben mit einem Punkt (8-7) gewonnen, UH UH ALL BLACKS! Das war so dramatisch, gefährlicher fürs Herz als jede Schlange, Riffhai, Spinnenviech oder Minikroko!

Wir sind inzwischen im wunderschönen Shark Bay angekommen. Hier gibts den atemberaubendensten Strand, den wie je gesehen haben: Shell Beach, er besteht NUR aus kleinen Herzmuscheln, amazing (siehe Foto)!

Ankes Füße gehts besser. Sie heilen langsam, obwohl das Salzwasser und die Füße keine großen Freunde sind ;)

Wir hoffen, dass Thailand bis in 4 Wochen wieder trocken ist. Ansonsten... no worries. :D

Wir haben hier in Dunham übrigens endgültig festgestellt, dass Gott alle seltsamen Tiere der Welt in Australien angesiedelt hat (siehe Schild). Wir werden noch herausfinden, worum es sich handelt.

Ansonsten: Genießt jede Sekunde, das Leben ist wunderschön!

Wir drücken Euch ganz fest und herzlich,
Eure Reisebären und Mr. Timpetu (sammelt fleißig Muscheln)

Freitag, 21. Oktober 2011

Wie im Zoo...

Hallo ihr Lieben,

da sind wir wieder. Nach ein paar Tagen haben wir wieder Internet gefunden und koennen euch jetzt wieder mit Fotos und Geschichten versorgen. Das Handynetz funktioniert hier leider gar nicht.

In Broome haben wir einen ganz tollen Tierpark besucht. Dort haben wir unsere ersten Salties gesehen, bis zu 4,5 Meter grosse Giganten. Dank des Maschendrahtzauns fuehlten wir uns jedoch in Sicherheit:

Aber keine Angst, ein Schild wies uns daraufhin nicht die Hand durch den Zaun zu stecken :) Ansonsten haben wir noch andere sehr lustige und interessante Tiere dort gesehen. Besonders angetan haben es uns die Kaengurus, die wir sogar streicheln konnten. Und so sieht ein anderthalb Jahre altes Saltie aus:


Nach laengerer Fahrt sind wir im Karijini National Park angekommen. Dort war es wunderschoen, tiefe Schluchten, die wir durchwandern konnten, kuehle Pools zum Schwimmen und Abkuehlen:

Und wieder wilde Tiere: King Brown -  die gefaehrlichste Schlange Australiens und die zweitgiftigste der Welt, ist uns ueber den Weg gelaufen. Dafuer dass sie so gefaehrlich ist, sieht sie aber ziemlich unspektakulaer aus:


Gerade sind wir in Exmouth, fahren aber gleich weiter nach Coral Bay. In den wunderschoenen Riffs hier sind wir geschnorchelt. Wahnsinn, wie bunt die Welt dort unten aussieht! Stefan: Mal sehen, was deine Unterwasserkamera kann :) Dann wurde es aber dramatisch: Robs ist sehr weit draussen geschnorchelt, als jemand am Strand eine Rueckenflosse im Meer entdeckt hat. Da nicht sicher ausgeschlossen werden konnte, dass es ein Hai war, sind alle Leute sicherheitshalbe aus dem Wasser gegangen... bis auf Robs, der nichts davon mitbekommen hat. Anke hat sich todesmutig in die Fluten gestuerzt um ihn zu warnen. Sie konnte Robs erfolgreich aus dem Wasser retten, hat sich aber beide Fuesse an den Korallen aufgekratzt :(


Nachdem wir uns inzwischen ein wenig ausgepowert haben, die lezten Wochen waren doch sehr ereignisreich und von morgens bis abends gefuellt, schalten wir jetzt einen Gang runter. Wir schlafen bis 7 Uhr aus! Und wir wollen den Tag ruhiger angehen lassen. Die groessten Distanzen sind ja auch gefahren und bis Perth habens wirs nicht mehr so weit... in einer Woche geht ja schon fast unser Flug. Die australische Zeit geht langsam zuende :(

Wir druecken Euch ganz herzlich und hoffen, dass bei Euch alles klar ist!?

Eure Reisebaeren & Mr. Timpetu

Freitag, 14. Oktober 2011

Welcome to W.A.

Hey ihr Lieben,

nach ein paar internetlosen Tagen im Outback gibts von uns mal wieder ein Update!

Unser erstes Ziel nach Darwin war der Litchfield Nationalpark. Unglaublich, wie schön der ist! Dort gibt es Termitenhügel, die 7m hoch sind, obwohl die Viecher gerade mal 5-10mm messen. Unser Highlight war das Schwimmen unterm Wasserfall und das Abkühlen im steinigen Flussbett (Gorge genannt, siehe Foto 1). Das tat soooo gut, da es die Tage über 40 Grad waren. So konnten wir entspannt auf unseren Hochzeitstag anstoßen.

Unterwegs haben wir dann wieder ein paar Locals kennengelernt, die uns dann auch zum BBQ eingeladen haben (haben wir routenbedingt nicht wahrgenommen). Es ist so einfach hier mit Leuten ins Gespräch zu kommen, ganz anders als in Deutschland. Alle sind freundlich, relaxed, locker und an uns interessiert... und vorallem with no worries!

Unser Weg führte dann nach Kununura zum bisher schönsten Campingplatz! Direkt am See gelegen haben wir die Zeit zum Kayakfahren genutzt. Und dann haben wir sie entdeckt: Krokodile! Waren aber nur Frischwasserkrokos (Freshies), die sind relativ ungefährlich. Obwohl der 2m-Koloss abends am Ufer schon recht bedrohlich aussah (auf ein Foto mit Mr. Timpetu haben wir daher verzichtet).

Ein richtiges Abenteuer hatten wir im Tunnel Creek Nationalpark. Nur mit Stirntaschenlampe (danke Hube) und Handytaschenlampen-App haben wir eine stockdunkle Höhle erkundet. Ohne zu wissen, was uns erwartet, sind wir durch 1m tiefes Wasser gewatet... und dabei auf Fische, Fledermäuse und ein kleines Freshie-Kroko gestoßen. Sehr aufregend, sehr unheimlich aber is ne gute Story, wir habens überlebt!

Inzwischen sind wir gut in Broome angekommen (Foto 2) und genießen das kühlere Wetter, es sind gefühlt keine 40 Grad mehr und der Pool auf dem Campingplatz ist der Hammer. Entflieht dem Herbst und kommt nach Western Australia!

Wir haben echt Glück mit unserem Timing, denn es ist gerade Vollmond. In Broome wird dann Staircase to the Moon zelebriert: Mit vielen anderen haben wir gestern den Mondaufgang geguckt. Mondaufgang, ja genau! In Australien ist vieles ein wenig anders ;). Das Schöne war dabei die Reflexion des Mondes im Meer, die wie Treppenstufen aussah - daher der Name. Hier gibts viel zu sehen, daher bleiben wir 3 Tage in Broome. Tut auch mal sehr gut, einen Kurzurlaub von der Reise zu nehmen, die Eindrücke zu verarbeiten und zu entspannen!

Inzwischen haben wir gelernt, uns öfter was zu gönnen: Sei es der schönere Campingplatz, teure Klamotten oder auch mal ein Eis. Das einzige was uns nervt sind die Mücken, Fliegen und Bremsen - aber das gehört eben auch zu Australien! Insgesamt ist Australien weitaus weniger gefährlich als erwartet. Wir haben bisher weder Schlangen, noch (giftige) Spinnen oder andere Gefahren gesehen. Also keine Sorgen machen!

Vielen Dank für Eure lieben Kommentare, freuen uns immer sehr darüber! Schicken Euch australische Sonnenstrahlen und ganz viel No worries!

Wir drücken Euch ganz herzlich,
Eure Reisebären

Ps: Noch ein Bild vom Boab-Baum, der steht hier überall und ist echt faszinierend! Haben einen mit 14m Umfang gesehen, der früher ausgehölt als Gefängnis genutzt wurde.

Samstag, 8. Oktober 2011

Der rote Kern!

Hallo ihr Lieben,

wir haben das Outback gut ueberlebt und sind wieder in der Zivilisation (Darwin) angekommen. Hinter uns liegt eine sehr beeindruckende Tour in die Mitte des roten Kontinents.

Wir hatten eine sehr kleine Gruppe (10 Leute), sehr nette Leute und einen klasse Tourguide (wenn man seinen Partner mal ignoriert! *g*). Nachts und auf dem Weg zum Uluru hat es in Stroemen gegossen - in der Wueste! Regen! In der Wueste! In Australien! Zum Glueck war es am Uluru dann wieder sonnig und wir konnten ein spektakulaeres und seltenes Schauspiel beobachten: Wasserfaelle am Uluru! Unabhaengig davon waren wir beide sehr fasziniert vom Uluru. Er steht einfach im Nirgendwo und seine Groesse ist einfach beeindruckend. Er strahlt etwas magisches aus, das schwer zu beschreiben ist. Auch die zugehoerigen Aborigine-Stories waren sehr interessant. Nachts haben wir in einem Swag (Schlafsack mit Aussenhuelle) unterm Sternenhimmel geschlafen, wundervoll!



An Tag 2 ging es dann um 4:30 Uhr raus, um den Sonnenaufgang beim Uluru zu gucken. Danach sind wir durch die Kata Tjutas gewandert, was ebenfalls sehr spannend und einfach wunderschoen war. Abends gab es BBQ mit Kaenguru, sehr lecker. Und fuer Anke gab es das beste vegetarische Angebot ever - die haben sich super um alles gekuemmert.



Am dritten Tag waren wir am Kings Canyon, einer ebenfalls beeindruckenden Schluchtenlandschaft. Auf der anschliessenden Farm hat sich Anke in Kaengurus verliebt, die sind einfach so huebsch und haben eine ganz weiche Schnauze - und Hundeohren. Wir sind dann rechtzeitig zu unserer Abfahrt mit dem Ghan angekommen.



Nach einer Nacht in Darwin im 4-Sterne-Hotel - was ein Luxus nach Ghan, Swag und Hostels - haben wir heute morgen unseren Camper abgeholt. Wir hatten ein paar Probleme mit der Kreditkarte (7500 AUD Kaution ist auch ein bisschen viel), konnten es aber loesen... also immer: No worries!

Hier ist es ordentlich heiss - endlich das Australienwetter, wie man es sich in Deutschland vorstellt. Wir freuen uns, dass wir jetzt unseren Camper haben und nicht jeden Tag die Rucksaecke packen muessen. Mr. Timpetu ist leider etwas verwundet, sein rechtes Auge ist locker. @Sandra: Wie hasst Du das Auge festgemacht?

Wie gehts Euch denn Zuhause? Wir freuen uns immer ueber Eure Kommentare und Infos von Daheim!!!

Es druecken Euch ganz herzlich,
Eure Reisebaeren und Mr. Timpetu

Montag, 3. Oktober 2011

Im roten Zentrum

Hey ihr Lieben,

nach dem erfolgreichen Umbuchen konnten wir unsere restliche Zeit in Sydney noch genießen. Das Aquarium war beeindruckend, insbesondere der ausgestellte 7.5m Hai. Die letzte Zeit dort haben wir noch mit unseren belgischen Freunden verbracht.

Nach einem Flug mit einem interessanten Gesprächspartner sind wir zum letzten Mal, juhu, in ein 8 Bett Zimmer eingezogen. Einkaufen mussten wir in einem asiatischen Supermarkt, in dem es lebende Krabben zu kaufen gab, widerlich! Anschließend haben wir unsere 24 stündige Bahnfahrt im Ghan genossen. Ein sehr schönes Gefühl in so einem alten Zug mit 85km/h durch das australische Outback zu fahren und den Gedanken freien Lauf zu lassen. Haben dabei unsere ersten Kängurus gesehen!

Jetzt wir sind im roten Zentrum angekommen und haben eine tolle Tour zum Uluru, Kata Tjuta und Kings Canyon gebucht. Die startet morgen um 6 Uhr, daher gehts für uns langsam in die Heia...

Wir geben hier recht viel Geld aus, Australien ist auch echt teuer, aber wir haben das Gefühl es nie besser investiert zu haben. Es macht einfach ungeheuer Spaß, jeden Tag was Neues zu erleben und zu entdecken - die Tage verfliegen dabei nur so. Neben unserem täglichen Englischverbessern lernen wir so vieles: Sei es, die Kleinigkeiten zu schätzen, jeden Moment zu genießen, externe Zwänge abzuschütteln (Konsum), uns was zu gönnen oder auch uns mit der Weltgeschichte zu befassen. Wir haben eine ungeheuer schöne Zeit und sind echt froh, diese Reise zu machen.

Wir denken an Euch und senden Euch ganz liebe Drücker aus der Ferne,
Eure Reisebären und Mr. Timpetu

PS@Spahns: Hallo Familie, gehts Euch gut? Hören gar nix mehr von Euch.